# Meta3.0 Architecture Stand: 2026-06-15 ## Ziel Meta3.0 soll eine sehr grosse, ueber Nacht laufende Analyse der bisherigen Agenten-/Session-Historie vorbereiten. Der Ordner soll Anforderungen aufnehmen, Runs reproduzierbar manifestieren und Batch-/Budgetplanung sichtbar machen. Meta3.0 ist nicht "Meta2 nochmal". Meta2.0 ist die Datenmaschine: Inventory, Layer-1-Digests, Backfill, stabile Qwen-Batches. Meta3.0 ist der bessere Versuchsaufbau darueber: kontrollierte Fragelogik, Evidenzpflicht, Gegenbeweis-Suche, Validitaets-Gates und owner-faehige Verdichtung. ## Nicht-Ziel - Keine unkontrollierten API-Calls beim Setup. - Kein Legacy-Frage-Fanout ueber alle Rohsessions. - Keine Edits in globalen Profilen, MCP-Configs, Registries oder anderen Projekten. - Keine Secrets in Dateien. ## Datenlinie ```text Meta2.0 Layer 0 Inventory -> Meta2.0 Layer 1 session_digests.jsonl -> Meta3.0 experiment design -> Meta3.0 question set + claim/evidence contract -> Meta3.0 batch plan + validity gates -> spaeter: Layer 2/3 Antworten mit Evidenz, Gegenbelegen und Owner-Fazit ``` Meta3.0 liest vorhandene Meta2.0-Artefakte read-only: - `/home/smlflg/Projekte/Meta2.0/data/session_inventory.json` - `/home/smlflg/Projekte/Meta2.0/data/layer1/session_digests.jsonl` - `/home/smlflg/Projekte/Meta2.0/data/layer1/audit.json` ## Run-Vertrag Jeder Run bekommt einen eigenen Ordner: ```text runs/_/ manifests/ run_manifest.json batch_plan.json state/ outputs/ logs/ tmp/ ``` `run_manifest.json` ist die Wahrheit fuer: - welche Fragen, - welches Profil, - welche Quellen, - welche Env-Variablen vorhanden waren, - welche Sicherheitsflags aktiv waren. `batch_plan.json` ist die Wahrheit fuer: - wie viele Sessions/Digests aktuell existieren, - ob diese Zahl aus Audit-Unique-Digests oder rohen JSONL-Zeilen stammt, - wie viele Layer-1 Backfill-Calls geschaetzt werden, - wie viele Frage-/Synthese-Calls geschaetzt werden, - welche Gates vor dem Start noch offen sind. ## Meta3 Improvement Contract Ein Meta3-Run darf nur als Verbesserung gegenueber Meta2 gelten, wenn er mehr leistet als "mehr Calls": 1. **Stratifizierte Evidenz statt blinder Masse.** Antworten muessen Quellen ueber Sessions, Zeitraeume und Tool-Familien streuen, damit 954 Codex-Files nicht automatisch alle anderen Spuren ueberrollen. 2. **Claim Ledger statt Essay.** Jede starke Aussage braucht mindestens eine positive Evidenz, eine Unsicherheit oder ein Gegenbeispiel und eine Rueckfuehrung auf konkrete Artefakte. 3. **Gegenbeweis-Pflicht.** Fuer jede Hauptthese wird aktiv nach Sessions gesucht, die sie schwaechen. Fehlt Gegenbeweis-Suche, ist das Ergebnis nur Rohsynthese. 4. **Validitaet vor Score.** Kein "finales Ergebnis", wenn Quellenabdeckung, Run-Manifest, Modell-/Prompt-Versionen, Call-Ledger oder Output-Artefakte fehlen. 5. **Fragen als Graph, nicht Liste.** Q01-Q09 erzeugen Zwischenbefunde, Konflikte und offene Wahrheiten; Q10 darf erst daraus verdichten. 6. **Owner-Fazit statt Agentenlarm.** Jede Antwort endet mit einer kanonischen These, Grenzen der Aussage und einem naechsten menschlich sinnvollen Schritt. Der maschinenlesbare Vertrag steht in `config/experiment_design.json`. Die blockierende Eval-Spezifikation steht in `docs/evals/EVAL_meta3_improvement_over_meta2.md`. ## Call-Strategie Der grosse Wert kommt nicht aus 10 Mio Fragen gegen Rohdaten, sondern aus einmaligem, question-agnostic Digesting. Danach duerfen Fragen gegen die verdichteten Layer laufen. Meta3 nutzt die 10-Mio-Call-Grenze als Budget-Oberkante, nicht als Startbefehl. Die intelligente Reihenfolge ist: 1. kleine Kalibrierung gegen vorhandene Digests, 2. Abgleich der Antwortqualitaet gegen den Improvement Contract, 3. kontrollierter Layer-1-Backfill, 4. erst danach breite Frage- und Synthese-Laeufe. Startregel: - sichere Meta2-Einstellung respektieren: `batch_size=3`, `concurrency=2`. - nur hochdrehen, wenn Fehlerrate, 429-Rate und Datenqualitaet stabil bleiben.